Eine Entwicklung, die keiner will:

Mit der letzten Schutzmaßnahmenverordnung wurde das Betreten der “Einrichtungen zur Ausübung der Prostitution” verboten.

Gleichzeitig gestattet das Bundeskanzleramt schriftlich am 3.11.2020 “Hausbesuche” = Sexdienstleistung in der Wohnung eines Kunden (hier stellt sich die Frage ob man im BKA davon ausgeht, dass in der Wohnung des Kunden eine andere Form der Dienstleistung praktiziert wird, welche das Infektionsrisiko ausschließt).

Mit der Schließung der genehmigten Lokale hat sich das Angebot NICHT verändert sondern nur VERLAGERT:

  1. ins Internet:
    auf einschlägigen Inseratenplattformen hat sich die Zahl der Angebote beachtlich erhöht, Termine sind binnen weniger Minuten vereinbart
  2. auf die Straße:
    in den bekannten Straßen-Prostitutions-Zonen (zB in Wien im Stuwerviertel) geht es wieder so zu, wie vor 5 Jahren; ein kurzer Blickkontakt reicht und man erhält bei heruntergelassenem Autofenster ein konkretes Angebot

Mit der Verordnung zur Gewährung (bzw. NichtGewährung) eines Lockdown-Umsatzersatzes wurden alle behördlich geschlossenen Betriebe finanziell unterstützt, um sie vor einer Insolvenz zu bewahren. Alle Betriebe? Nein! Als einzige Branche unter allen behördlich geschlossenen Betrieben wird den “Einrichtungen zur Ausübung der Prostitution” der Umsatzersatz unbegründet verwehrt.


 

Die derzeitige Entwicklung ist besorgniserregend!

Öffentlichkeit und Gesetzgebung – beide erscheinen aufgrund des Wegschau-Verhaltens kaum informiert, wie sich das Szenario entwickelt:

  • Kurzfristig betrachtet
    ist die Situation im Hinblick auf eine jahrelang erarbeitete friedliche und menschenwürdige Stabilisierung der Sexdienstleistung fatal. Mit dem funktionierendem System genehmigter Einrichtungen (Laufhaus, Studio, Bar, Saunaclub, Escort) konnte die Exekutive ausgezeichnet die Einhaltung der gesundheitspolizeilichen Voraussetzungen und polizeilichen Meldepflicht kontrollieren und aufrechterhalten. Mit der Schließung ist es damit vorbei.
    Die Prostitution ist in den kaum kontrollierbaren Untergrund verschwunden. Es ist anzunehmen, dass sich bereits wieder diverse Manager oder Beschützer um die Verdienste “ihrer Mädchen” kümmern. Unter den BetreiberInnen der Laufhäuser ist es ungeschriebene Regel, keine Bewerbungen von „Beschützern” sondern nur persönliche Anfragen von SexdienstleisterInnen zu beantworten.
  • Langfristig
    werden die SexdienstleisterInnen bemerken, dass es auch ohne polizeilich genehmigte und kontrollierte Betriebe geht. Sie werden sich logischerweise die Frage stellen, wozu Miete zahlen und Kontrollen und Anmeldungen über sich ergehen lassen, wenn es auch ohne geht. Das bedeutet, Sexdienstleistung wird im Untergrund bleiben und langjährige Aufbauarbeit ist vernichtet.

Bist Du auch der Ansicht, dass genehmigte Betriebe (Laufhäuser, Studios etc.) wieder öffnen sollen, weil

  • nur dort Hygienevorschriften professionell und kontrollierbar umgesetzt werden.

  • dort sichergestellt ist, dass SexdienstleisterInnen weiterhin selbstbestimmbar und auf eigene Rechnung ihrem Beruf nachgehen können.

  • die Insolvenz jener Betriebe, ein funktionierendes, entkriminalisiertes und stabiles System zerstören wird.

Übrigens: die hier betroffenen österreichischen Unternehmen verkaufen keine von ICD10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten der WHO) klassifizierte Suchtmittel wie:

Bitte unterstütze uns!

Mit der Aufmerksamkeit der Bevölkerung wird auch der Gesetzgeber hellhörig!
Ein rasches Öffnen der Lokale ist im Sinne aller Beteiligten – wir wollen das bewährte System nicht aufs Spiel setzen!




Es ist ein heikles Thema, es geht auch um Freiheit und Achtsamkeit:

Ja! Die Betriebe sollen wieder öffnen, damit die stabile Situation erhalten bleibt.

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